I Remember the time from 1990 to today

I Remember the time (Nana)

I remember the time the time that we had.
I remember the things that use to make you mad.
And I wish I could turn back the time.
And I wish I wouldn’t cry every night.
I remember the time.“

Ich erinnere mich an die Zeit.
Die Zeit, die wir zusammen verbrachten.
Ich erinnere mich an alles, worüber du dich geärgert hast.
Und ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen.
Und ich wünschte, ich würde nicht jede Nacht weinen.“

Dieses Lied höre ich seit Tagen hoch und runter und immer wieder. Nicht nur um mich einige Minuten in die Stille zu“ beamen“, sondern eher um meine Gedanken schweifen zu lassen, um mein Leben Revue passieren zu lassen, um nachzudenken, um alten Ballast abzuwerfen und um mich auf das zu freuen, was noch kommen wird, denn irgendwie habe ich vor einigen Wochen auf meinem anderen Blog einen Artikel verfasst, in dem ich über meine Zukunft nachdachte und mich gleichzeitig schon von meinem alten Leben verabschiedete. Denn irgendwann geschehen Dinge in deinem Leben, die dir zeigen, daß es an der Zeit ist, neue noch unbekannte Wege zu beschreiten und das, was du zwar lieb gewonnen hast, hinter dir zu lassen, denn manchmal denkst du, das sich Dinge doch noch zum Guten wenden, auch wenn es grad im Moment nicht so aussieht. Du versuchst dem anderen noch mal eine Chance und Gelegenheit zu geben, genau diese Missstände zu beseitigen. Bis vor wenigen Wochen hast du geglaubt, dass du allein irgendwann diese Beziehung beenden wirst, denn er hat dich schon vor vielen Jahren gebeten, auszuziehen, weil er sein Leben nicht mehr mit dir teilen will. Die Gründe dafür sind sehr vielseitig, aber auch ich verkündete kurz nach der Geburt unseres zweiten Kindes, das ich in der Zukunft ein Leben ohne ihn in Erwägung ziehe. Ausschlaggebend dafür, war damals für mich, das er zwar die Vaterschaft unserer Kinder anerkannte, aber nie nicht das gemeinsame Sorgerecht für alle drei Kinder haben wollte und selbst, als ich in sehr pikante Situationen kam und um seine Hand anhielt, wurde ich unter einigen sehr krassen doofen Vorwänden abserviert. Im ersten Moment war ich erschrocken, aber wie heißt es so schön, die Zeit heilt viele Wunden. Du als Frau fährst ab da quasi ein Sparprogramm. Du gibt’s dich nur noch mit dem nötigstem ab, egal was er von dir denkt und wenn dann erstickst du das alles schon im Keim, denn du allein bist ja für dein Leben verantwortlich. Nicht umsonst gilst du als Single, zwar hängen da an deinem Bein noch einige Gören, aber die werden auch noch irgendwann groß und anschließend ihre eigenen Wege einschlagen. Irgendwann hast du dann dein Leben für dich allein, außer du lernst nochmal einen Partner kennen, mit dem du auch noch nach den verflixtem siebentem Jahr immer noch auf einer Welle schwingst.

Aber so scheint nun mal das Leben zu sein und wieder ziehe ich die Tatsache in Betracht, daß nichts mit Zufall passiert, denn vielleicht sollte es ja ganz und gar so sein, daß ich „frei“ bin, denn zu einer guten Beziehung gehören nun mal zwei. Und auch genau diese zwei sind dann verantwortlich, wenn sie schief läuft, außer einer allein tut alles dafür, daß du dich immer unwohler in ihr fühlst und dem Ende mit Freude entgegen siehst, anstatt mit Unmut. Bis vor kurzem dachte ich noch, das ich mir mehrere Jahre Zeit lasse, mich mit ihm auseinander zu leben, aber seit etlichen Tagen merke ich immer mehr, daß wohl diese Jahre nur Monate sein werden, denn er tut immer mehr dafür, daß ich mich von Tag zu Tag unwohler fühle.

Zum einen reden wir kaum noch miteinander und zum anderen vergrault er mich immer mehr mit seinem gottverdammten Hobby. Er tut Dinge, die mehr als abartig sind und total unlecker. Ich fühle mich, wie mitten im Hühnerstall, überall liegen diese Vogelfedern und da ja mein Sohn inzwischen sechs Käfige voller Finken in seinem Zimmer zu stehen hat, mache ich schon seit Wochen keinen Schritt mehr über die Türschwelle. Auch dort liegen Federn und sein Zimmer verbreitet einen unangenehmen Duft, um nicht zu schreiben, es stinkt. Ich mochte ja noch nie Hühner. Schon als Kind bei meiner Oma auf dem Bauernhof war nur ein Plumpsklo draußen und ich durfte mein Geschäft stets unter diesem Haselnussbaum verrichten, aber da sie Hühner hatte, bist du nicht nur stets in die Hühnerkacke getreten, sondern du musstest auch aufpassen, daß dir das liebe Tier nicht während dessen in den Popo hackt. Diese Abneigung habe ich Zeit meines Lebens beibehalten. Sah ich nur ein Huhn, schrillten bei mir die Alarm-Glocken. Irgendwann war ich noch einmal mit den Eltern im Urlaub an der Ostsee im Haus eines Freundes und auch dort stürmten regelmäßig die Hühner des Nachbarns das Grundstück. Sachen, die du nie vergessen kannst. Leckere Eier esse ich aber gerne, auch wenn die quasi ausgekackt werden.

Also die Phase des Aus- und nebeneinanderher Lebens ist schon lange eingetreten, denn ich vermeide es wo es nur geht, Zeit in seiner Nähe zu verbringen. Selbst die Nächte verbringt er mittlerweile allein. Das aber eher rein zufällig, denn aufgrund meines verschobenen Tagesrhytmuses schlafe ich lieber mal tagsüber, denn nachts habe ich bisher die meisten meiner Artikel verfasst. Und manchmal schlafe ich auch mit Absicht im Wohnzimmer. Ich fühle mich noch nicht mal schlecht dabei, denn wenn ich dann schon so manches mal gegen morgen in mein Bett geschlichen bin, ist er wach geworden und meckerte mich voll, das ich ihm seinen kostbaren Schlaf raube oder aber er beschwerte sich, das er meine Schritte eine Etage höher hört.

Eh – hallo, ist eigentlich sonst noch irgendwas mit dir in Ordnung? Sollte ich jetzt eigentlich um Erlaubnis fragen, ob ich noch atmen darf? Ich werde das Gefühl nicht los, das dein Wesen immer mehr narzistischer wird.

In den letzten Jahren konnte ich an vielen praktischen Beispielen etliche Erfahrungen mit solchen Menschen sammeln und war stets froh, nur in der Arbeit mit dieser Spielart des Lebens konfrontiert zu werden. Doch da sollte ich mich wohl täuschen. So schnell wie du dich verändert hast, so schnell kann ich das nicht begreifen. Diese Menschen ignorieren, lügen, sind allwissend und können vor allem keine Kritik verkraften.

Ich bin auf der Suche nach deinem alten Ich, aber werde es definitiv nie wieder finden und erleben. Schon heute bin ich gespannt, ob du noch einmal eine Beziehung eingehen wirst. Ob diese neue Frau an deiner Seite all deine derzeitigen Macken akzeptieren wird. Leicht wird sie es sicher nicht haben und selbst nach kurzer Zeit wird sie verstehen, warum ich diesen Schritt gegangen bin. Aber dann ist das Jetzt schon lange vorbei. Dann gibt es kein Zurück und wenn du mich schon heute fragen würdest, auch jetzt will ich es nicht. Vorbei ist vorbei, denn ich gehöre definitiv nicht zu den Menschen, die mehrmals mit ein und demselben Mann eine Beziehung eingehen würden. Diesen Weg, den ich einschlagen werde, habe ich mir sehr lange und intensiv überlegt. Aber eins soll dir noch gesagt sein: ich behalte alle gute ERINNERUNGEN in meinem Herzen und werde auch im Nachhinein niemals schmutzige Wäsche waschen. Das verspreche ich an dieser Stelle!

Zudem hat er jetzt nach diesen ganzen Monaten immer noch nicht so ganz begriffen, warum ich öfters mal meine Handys benutze und auch mal zwei Stunden hintereinander an einer Stelle sitze, um im weiten Netz etwas für die Allgemeinheit zu tun. Es ist schon traurig, wenn ein Mensch so ignorant ist und den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen kann oder will. Aus so einem lieben, fürsorglichem Mann ist einfach innerhalb kurzer Zeit ein Kotzbrocken geworden. Also seine Mutter hatte da schon recht, als sie zu mir sagte, das er hässlich geworden sei. Nicht vom Aussehen her, also nicht so ausschließlich. Klar, auch Männer lassen sich ab einem gewissen Alter gehen, nicht alle, aber einige. Er selbst hat noch nie etwas für sein Charisma getan. Schade, denn wir Frauen müssen ja nun auch nicht Unmengen und Unzeit der Schönheitsindustrie schenken, denn es gilt auch noch nach so vielen Jahrhunderten:

„Schönheit kommt von innen.“

Und daran ist nun mal noch immer etwas Wahres. Nicht nur die Schale sollte knackig und frisch sein.

Das gewisse Etwas sollte ein jeder haben, egal welchen Geschlechts.

Komme ich jetzt einfach auf diesen Artikel zurück. Genau am 14.02., dem Valentinstag wollte ich ihn online stellen, aber habe mich doch dagegen entschieden. Denn warum soll ich mich am Tag der Liebe an meine fast Verflossene erinnern?

Zum heutigen Tag denke ich fast, das ich ihn niemals dort veröffentlichen werde, aber wer von euch mag, hier ist der Link dazu: http://silkesell.com/2018/02/13/topf-sucht-deckel/

Viel Spaß beim Lesen. Ich danke euch, das ihr mir wie immer zugehört habt. Bis zum nächsten Mal. Liebe Grüße von Silke

Hier geht’s zum Song von Nana: https://youtu.be/65RtQE9dL3o

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