Vorfreude ist die schönste Freude 

Nun ja, meistens ist die Adventszeit keine besinnliche Zeit, sondern für den einen oder anderen von Ihnen die Stressigste von ganzem Jahr überhaupt. Denn zum einen meldet sich meistens schon Monate vorher Besuch an, den Du vielleicht Weihnachten das erste und letzte Mal im Jahr siehst oder Deine Schwiegermutter kündigt sich an, denn als gewöhnlichen Besuch mag ich die nun wirklich nicht bezeichnen. Das spiegelt jetzt aber nur meine persönliche Meinung wider. Ich mag nicht so besonders die Mutti meines Dauerfreundes. Aber eigentlich habe ich ja zwei von denen, denn selbst mein lieber Schwiegervater ist schon vor vielen Jahren zu dieser Erkenntnis gekommen. So bin ich wenigstens nicht allein mit dieser Aussage. Und mit dieser anderen komme ich super aus, obwohl sie im gleichen Ort wohnt. Aber wir sehen uns eher selten mal, denn meistens wenn die beiden mal bei uns auf die Schnelle vorbei kommen, bin ich nicht zu Hause. So ist halt das Leben und ausserdem finde ich, verliert sich selbst mit den lieben Enkeln, wenn diese größer werden, der insensive Oma-Enkel-Kontakt. Dafür klaffen einfach die Ansichten für gewisse Dinge zu weit auseinander. Und Omas wollen gern vieles bestimmen, also sie 

möchten ihr Superwissen an die Nachkommen weitergeben, aber leider bedenken sie dabei nicht, dass vor einigen Jahren vieles noch anders gemacht wurde. Zeiten ändern sich nun mal. Omas machen auch gern Geschenke, die dann bei den Kids nur ein verständnisloses, genervtes Kopfschütteln auslösen. Oja, auch der Geschmack für materielle Dinge unterzieht sich einer Reformation. Und wie oft hast du als böse Schwiegertochter schon versucht, ihr diese netten Mitbringsel auszureden. Jedesmal gelobte sie Besserung und beim übernächsten Mal fandest du nach ihrer Abreise wieder diverse Sachen, so zufällig in den Ecken deiner Wohnung.  

An dieser Stelle möchte ich dir, liebste Oma endlich zum aller letzten mal diese Vorgehensweise ausreden! Spar dir das Geld und kauf dir selbst was praktisches für dich! DANKE. 

Achja, beim Besuch war ich stehen geblieben. Der kommt so gern zu dir, weil du eine gute Gastgeberin bist und immer alle verwöhnst. Gelegenheit wird also gern als Gewohnheit ausgelegt. Super! Denn schließlich seid ihr ohne Besuch auch schon eine große Meute, denn dein Kind hat vielleicht auch schon einen Freund und da war es auch schon zu unserer Zeit üblich, dass ihr mal bei seinen Eltern und mal bei ihren zu Besuch seid und ein Tag wird im heimischen Haus verbracht. Nun gut, jedoch beginnt die Vorbereitung aufs Fest schon Wochen vorher. Die deutschen Backöfen glühen förmlich, wenn die Hausfrau Blecheweise Gebäck und Stollen zubereitet. Der Fußboden klebt von der runtergetropften Schokolade der braun und weiß gefärbten Äpfel und Bananen. 

Selbst aus dem Fenster kannst du nicht mehr schauen, weil viel zu viel Dekoration ihren Weg auf das Fensterbrett fand. Süss sind schon diese singenden Schneemänner und das wechselfarbige Leuchten der Lichterketten. Oder diese Fensterbilder. Und kurz vorm Fest stürmt du die Shops und Supermärkte, weil du Angst hast in den Tagen, wo alles geschlossen ist, zu verhungern. PANIK

Aber nicht mehr mit mir. Mich persönlich lässt schon seit einigen Jahren dieses Thema total kalt. Also keine sinnlosen stundenlangen Besuche irgendwelcher Shoppingcenter oder Weihnachtsmärkte. 

Nun gut, vorige Woche war ich auch auf dem Markt, aber nur weil ich sowieso in der Stadt etwas erledigen musste und der Markt auf dem Weg lag und meine Kinder unbedingt gebrannte Mandeln und Schokoäpfel, die  professionell aussehen, haben wollten. Beim geforderten Preis war ich allerdings etwas enttäuscht: 300 Gramm Mandeln – 7,50 Euro. Mandeln sind zwar teuer, aber den Preis finde ich schon heftig. Dennoch bekamen beide eine Tüte und so ließ ich umgerechnet Dreizig Deutsche Mark bei diesem Stand. Mein Großer hat immer noch eine halbe Tüte übrig. Keine zehn Minuten war ich dort, denn es war Samstag-Abend und du wurdest quasi über den Markt in eine Richtung geschoben, ein Entrinnen zwecklos. Ein Riesenrad und eine Bühne für die Darsteller, die sich Mut mit Glühwein 

für ihren Auftritt antranken und sonst siehst du nicht viel, außer Fressbuden und einige Stände mit Socken und etliche mit weihnachtlicher Dekoration. Also das übliche. Aber auch mein Zuhause ist jetzt zum zweiten Advent spärlich dekoriert, nur eine Tannenzapfenkette und vor der Haustür wachen einige bunte Kreaturen und daran wird sich auch nicht viel ändern. Nun ja, am 24. lege ich noch eine Weihnachtsdecke auf den Tisch, kaufe vorher Bockwürstchen und mache eine Schüssel Kartoffelsalat 

  … und vielleicht noch etwas Süsses und Knabbergebäck. Achja, mein Freund holt doch noch zum dritten Advent den Baum aus dem Keller, klappt ihn auseinander, hängt diese kräslichen Kugeln und Lametta dran und dann kommt der Staubfänger in die Ecke bis Neujahr, um dann endlich wieder in seiner Kiste zu verschwinden. 

Dekoration bei Kik erhältlich
Jetzt komm ich noch mal zum heiligen Abend zurück. Also nach dem Abendessen darf wieder jeder aus der Familie tun was er mag. Die einen schauen in die Glotze, ein Teil widmet sich seinem Handy und der Rest führt belanglose Gespräche. Dieses Jahr zum Fest werden wir höchstens zu siebent sein, denn die liebe Oma hat sich angekündigt und meine Tochter kommt sicher mit ihrem Freund. Zum Anstoßen gibt’s Kindersekt oder alkoholfreien Robby-Bubble. 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie ein frohes Fest! 

Wittenberger Weihnachtsmarkt

Übrigens, wenn Sie noch ein Geschenk für die Frau, Mutter oder die beste Freundin suchen, dann empfehle ich eine Mitgliedschaft im 

Dr. Oetker Back-Club

Ich habe auch vor einigen Jahren eine Mitgliedschaft geschenkt bekommen und backe noch immer nach diesen tollen Rezeptideen. Zu jeder Zeitschrift bekommen Sie eine Produktprobe. Lassen Sie sich überraschen! 

Und jetzt mache ich noch etwas Werbung. 

Weihnachtliche Naschereien

Vorfreude ist die schönste Freude. 

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