Reden ist Silber, Schweigen ist Feige. 

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„Es gibt kahle, stille Strecken in meinem Leben. Dies sind die freien Plätze, die meinen geschäftigen Tagen Licht und Luft geben.“

„Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden.“

„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.“

Letzteren Spruch habe ich fast jedem Klassenkameraden während meiner Schulzeit in sein Freundebuch geschrieben. Genau so verlief mein Dasein von meiner Geburt im Jahre 1974 bis zum Jahr 2007. Meine Kindheit und Jugend habe ich als scheinbar schüchterndes Nesthäkchen neben vier weiteren Kindern in einer Durchschnittsfamilie verbracht. Meine Geburtsstadt ist noch immer mein Wohnort, eine durchaus Die-Schlosskirche-in-Wittenberggeschichtsträchtige Stadt, persönlich erkundbar oder online. 

Nach meinem erfolgreichen Abschluss der polytechnischen Oberschule (westdeutsch: Realschule) erlernte ich den Beruf der Bürokauffrau im http://www.skwp.de. Anschließend hatte ich eine einjährige Zwangspause aufgrund gesundheitlicher Probleme, die ich zur intensiven Recherche der weiteren Gestaltung meines Lebens nutzen konnte und im Anschluss einen Job als Fachverkäuferin für Braune Ware im Technikcenter Wittenberg bei

annahm. Schon beim Bewerbungsgespräch gab man mir zu verstehen, weil ich ja auch hier das „Küken“ war, sollte der Laden nicht so wie erwartet laufen, ich die Erste mit einem Freiflug sei. Doch das Schicksal hat dazwischen gefunkt und ich wurde mit meiner ersten und einzigen Tochter schwanger. Statt mir musste die zweitjüngste Kollegin das Feld räumen. Ich kann bis heute ihre Anklagung gegen mich nicht vergessen. Allerdings wurde ich dann fristgerecht nach der Elternzeit entlassen. Dann kündigte sich mein erster männlicher Nachkomme an und erblickte das Licht der Welt. Mein Leben mit zwei Rabauken war alles andere als langweilig und trotzdem suchte ich ab dem Jahr 2000 nach einem halbwegs vernünftigem Job. Keine einfache Aufgabe als unverheiratete Mutter. Leider wurde ich nicht fündig und bestritt meinen Lebensunterhalt mit diversen staatlichen Sozialleistungen. In verschiedenen Zeitungen wurden immer lukrative Nebenjobs angeboten, wie Haustürverkäufer für Reinigungsmittel bei

Zeitungsausträgerin oder vertrieb diese Visitenkarten von http://www.moo.com.

Das alles habe ich probiert, aber später nach der negativen Bilanzierung wieder aufgegeben. Ich wurde sehr unzufrieden mit mir und beschloss, da ich noch immer nicht viel Berufserfahrung gesammelt hatte, abermals einen Beruf zu erlernen. Alles war dingfest gemacht, doch dann klopfte wieder der „Storch“ an die Tür. Meine kleine Familie http://www.meine-familie-und-ich.de forderte alles von mir, meine zwei Großen waren so beliebt, dass ich ständig den Besuch derer Freunde empfangen durfte und ich mich zeitweise nicht nur als Mutter betrachtete, sondern als Hortnerin,  

wenn bis zu zehn Kids ungefragt unser Haus unsicher machten. Aufregend und anstrengend zugleich. Die Zeit verging rasend schnell und ich war noch immer ohne gute Arbeit. Einige Euros verdiente ich mir im Internet, indem ich Produkte bewertete http://www.frag-mutti.de und in diversen Foren http://www.meinchat.de http://www.chatroom2000.de „böse“ Fragen beantwortete oder Ideen online einstellte. In der Zeit machte ich auch viele viele 

… vorallem aus dem http://www.veras-gluecksratgeber.de. Der Erfolg ließ nicht auf sich warten: vom Schlüsselanhänger http://www.geschenkidee.de über eine Kaffeemaschine von http://www.melitta.de, eine Ballonfahrt von 

http://www.capri-sun.com im 

bis zum Vesparoller http://www.vespa.com von 

http://www.gwf-frankenwein.de reichten meine Errungenschaften.

Dann packte mich doch die Langeweile und ich verkaufte meine Seele 2007 als Callcenter-Agentin an die Firma http://www.btn-muenzen.de. Das Ganze lief auf Minijob Basis, so dass ich für mich und meine Kids die Krankenversicherung selbst bezahlen musste. Der Vater meiner Kinder und meine Schwester steuerten netterweise monatlich einige Euronen dazu. Nachts wachte ich auf oder träumte von meinem eingetrichtertem Verkaufstext. 

Nach einigen Turbulenzen suchte ich mir meine Arbeitszeiten fast selber aus, zudem der anfängliche Stundenlohn bei 5,25 Euro lag, weder eine Lohnfortzahlung bei Urlaub oder Krankheit stattfand. Ende 2012 bot man mir dann endlich einen Teilzeit-Job an, der jedoch den Haken hatte, mich nach der 6monatigen Probezeit regulär vor die Tür zu setzen. Das hatte ich mir schon gedacht. Im Frühjahr 2013 eskalierte die Sache und ich schrieb Bewerbungen über Bewerbungen. Ende April erhielt ich die Zusage von  http://www.netto-online.de  als Lagerarbeiterin tätig werden zu können. Auch hier ist nicht alles „in Butter“, so dass ich in den letzten vier Jahren diverse Abteilungen kennen lernen durfte. Wieder spürte ich Dinge auf, die einfach nicht zusammen passten. Aber hier war man so frei, mir ins Gesicht zu sagen, ich käme mit sämtlichen Kollegen und Chefs nicht klar. Frechheit, nur weil ich mal ehrlich war und entgegen meinem Grundsatz böse Kollegen namentlich verpfiffen habe. Was dem einen Recht ist, ist dem anderen schlecht! Als ich dort arbeitete, galt eher für mich: Reden ist Silber, Schweigen ist Feige. Unglückliche chronologische „Zufälle“ ergaben, dass ich mich jetzt weiterentwickele beim http://www.ils.de.

Ab jetzt kann es nur noch aufwärts gehen. 

 

 

 

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